Wer Mitte nach der Wende nicht erlebt hat, kann sich nicht vorstellen, wie es war, sagt Ritz Mollema.
Er meint Momente wie jenen, als er mit seinen Freunden auf der Bordsteinkante in der Oranienburger Straße saß und Bill Clinton vorbeifuhr. Natürlich war da Sicherheit auf den Dächern. Aber wir saßen hier am Straßenrand, und da kam er an, Fenster auf:

Bill Clinton. Ritz Mollema ist ein gutaussehender Mann mit vielen Lachfalten im Gesicht. Er wurde 1963 in Holland geboren, seit 1991 hat er die meiste Zeit in Berlin gelebt, immer in unmittelbarer Nähe des Tacheles, in den Straßen ums Oranienburger Tor. Ritz Mollema arbeitet als Journalist, als Projektmanager, Hoteldirektor und als Koch auf einem Restaurantschiff.

Einige seiner alten Freunde leben wie er immer noch in der Gegend. Ritz Mollema findet es gut, dass es nicht mehr so wie früher ist. Ihm falle das vielleicht leichter, als Holländer, sagt er. Aber immerhin seien nach der Wende hier die neuen Subkulturen des neuen Deutschlands entstanden. <Das kann man nicht herunterreden. Das verbindet mich mit der Umgebung.>